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Ein Rundgang durch die Schule mit einigen kurzen Unterrichtsbesuchen stimmte die Gäste in eine anschließende angeregte Informations- und Diskussionsrunde ein.
Staatssekretär Winands hatte sich für seinen Besuch viel Zeit genommen und doch vergingen die zweieinhalb Stunden wie im Flug, in denen er sich mit den Lehrerinnen und Lehrern, mit Eltern- und Gemeindevertretern auf einen ausführlichen Meinungsaustausch einließ. "Das Engagement, das Sie für Ihre Schülerinnen und Schüler zeigen, hat mich ebenso beeindruckt wie die Art und Weise, in der Sie miteinander um den richtigen Weg zu einer optimalen Förderung der Kinder ringen", schrieb der Staatssekretär nach seinem Besuch in einem Dankschreiben der Schule und fügte hinzu: "Ich habe die Schule in dem sicheren Gefühl verlassen, dass hier eine wertvolle pädagogische Arbeit für die Kinder der Schule geleistet wird und es hat mich besonders gefreut zu sehen, dass die Schule dabei die volle Unterstützung des Schulträgers genießt." Günter Winands diskutierte mit den Lehrerinnen und Lehrern insbesondere über eine optimale Förderung von Grundschulkindern. "Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist Auftrag jeder Schule. Das wird künftig ganz deutlich in § 1 unseres Schulgesetzes betont", erklärte Winands in dem Gespräch. Der Staatssekretär wies darauf hin, dass die Schulen dabei vor unterschiedlichen Herausforderungen stünden und von der Landesregierung daher auch unterschiedliche Personalressourcen erhielten. Die GGS Ruppichteroth, die sich, wie Winands betonte, bereits um die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf verdient gemacht habe, verfüge nicht nur über engagierte Grundschullehrkräfte, sondern auch über eine Sonderpädagogin und über einen Sozialpädagogen. Jede Grundschule, so Winands weiter, werde verpflichtet, ein Konzept zur Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erarbeiten. Diese Förderung könne künftig auch bedeuten, dass ein Teil der Kinder, die besonderer Unterstützung bedürften, vorübergehend auch außerhalb ihres Klassenverbandes in äußerer Differenzierung im so genannten Lernstudio gefördert werden. Allerdings dürfe die Förderung im Lernstudio nicht in vollem Umfang an die Stelle des Unterrichts im Klassenverband treten. Ziel sei es, Kindern die Förderung zu bieten, die sie bräuchten, sie aber möglichst schnell an den Unterricht ihrer Stammklasse heranzuführen. Viele Kinder benötigten keine dauerhafte, sondern eine zeitlich begrenzte Unterstützung. Deshalb sei eine Zurückstellung um ein ganzes Jahr, wie sie zu Zeiten des Schulkindergartens üblich war, keine optimale Lösung. "Viele Eltern und viele Kinder haben das schon als Scheitern zu Beginn der Schulzeit empfunden. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der individuellen Förderung zum Beispiel im Lernstudio mehr erreichen werden und mehr auf die individuellen Förderbedürfnisse der Kinder eingehen können - und das ist für uns das A und O der Schulpolitik", sagte Winands. In seinem Brief an Rektorin Scharmann, das Kollegium und die Eltern heißt es abschließend: "Ich bin sicher, dass Sie als eine Schule, die sich in besonderem Maße der Integration widmet, konzeptionell hervorragende Wege gestalten werden, die einer individuellen Förderung aller Kinder dienen. Dazu wünsche ich Ihnen viel Glück, Zuversicht und nicht zuletzt auch Freude bei der Arbeit. |
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